Firmengeschichte des Familienunternehmens Ullrichs Putenhof


Nach dem 1. Weltkrieg siedelte Familie Klemm mit ihren  2 Kindern Adolf (6 Jahre) und Hannelore (2 Jahre), von Reichartshausen (Baden-Württemberg) nach Schlesien. Der Bauernverband Baden hatte dazu aufgerufen und in den jungen Landwirten den Wunsch erweckt sich dort einen landwirtschaftlichen Betrieb zu kaufen. Sie fühlten sich in Schlesien wohl und bauten einen gut gehenden Betrieb auf. Die Wirren des 2. Weltkrieges machten jedoch alle Hoffnungen zu Nichte. Der Vater Herrmann Klemm wurde zur Wehrmacht eingezogen und kam in russische Kriegsgefangenschaft nach Sibirien. Seine Ehefrau und Kinder flohen am 09. Februar 1945 mit 2 Pferden und einem Planwagen vor der russischen Armee quer durch Deutschland. Am 27.11.1945 kamen sie in Helmstadt an. Da Frau Klemm aus Helmstadt (Baden) stammte, bemühte sie sich dort als Flüchtling mit Ihren Kindern um eine Unterkunft. Sie kam mit Ihren Kindern bei Ihrem Bruder unter.

1947
kam Herrmann Klemm abgehungert und ausgezehrt aus der russischen Gefangenschaft zurück.

1949
Bereits Anfang des Jahres wollte er schon wieder selbstständig werden und baute ab Juni in der Meerweinstr. 15 in Helmstadt (heutiger Standort von Ullrichs Putenhof) ein Wohnhaus.

1951
Mit Hilfe des Landwirtschaftsamtes wurde das Wirtschaftsgebäude, die Ställe und die Scheune des Bauernhofs gebaut. So war der Grundstock gelegt. Die Tochter heiratete noch im selben Jahr Alfred Ullrich. Danach wurde dieser Teilhaber des landwirtschaftlichen Betriebes. In diesem wurden neben dem Anbau verschiedener Pflanzen- und Getreidesorten auch Pferde, Rinder, Schweine, Hühner, Puten, Gänse und Enten gehalten.

1957
verstarb Hermann Klemm mit 56 Jahren an einer Krankheit, die er während der Gefangenschaft bekommen hatte. Im Laufe der folgenden Jahre bekamen die Eheleute Hannelore und Alfred Ullrich 5 Kinder. Vier Töchter und einen Sohn namens Friedhelm Ullrich. Der Sohn absolvierte bei einem großen Schweinemastbetrieb eine Ausbildung zum Landwirt. Später war er als Außendienstmitarbeiter bei einer Futtermittelfirma in Ludwigshafen tätig und kam so auch das erste mal mit Putenmästern in Kontakt. Eines Abends kam er mit der Idee heim einen eigenen Putenstall bauen zu wollen. Das war eine ganz neue Perspektive und auch eine große Herausforderung für seine Eltern. Nach langer, reichlicher Überlegung haben beide jedoch zugestimmt und die nötigen Sicherheiten für einen Kredit aufgebracht.

1976
wurde dann der erste Putenstall gebaut. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Tiere nur für einen Abnehmer, eine Schlachterei, großgezogen.

1979
Friedhelm Ullrich heiratete Helga Schwarz, welche er in Ludwigshafen bei seinem damaligen Arbeitgeber kennenlernte. In den nachfolgenden Jahren bekam das Ehepaar zwei Kinder (Matthias und Marina).

1984
Übergabe + Bau 2. Putenstall
: Alfred Ullrich übergab den Betrieb an seinen Sohn Friedhelm Ullrich. Da das Geschäft mit den Truthähnen gut lief wurde im selben Jahr ein weiterer Putenstall gebaut.

1989
Eröffnung 1. Hofladen
: Aufgrund eines starken Preisverfalls in den vergangen Jahren und monopolartiger Strukturen (nur ein Abnehmer der Truthähne) mussten immer mehr Truthähne eingestallt werden um den gleichen Umsatz zu erwirtschaften. Da man sich dem Druck der Schlachterei nicht weiter beugen wollte, wurde damit begonnen nebenher auch Tiere selbst zu schlachten und das Fleisch im eigenen Hofladen zu verkaufen. Neben dem reinen Putenfleisch wurden bald auch eigene handgefertigte Produkte ins Sortiment mit aufgenommen. Bald darauf wurde auch ein erstes Verkaufsfahrzeug angeschafft und der erste Wochenmarkt in Eberbach angefahren.

1996
Erweiterung Hofladen
: Das Konzept ging auf und war so erfolgreich, dass man den kleinen Hofladen mit angegliederter Produktionsstätte mehr als verdoppeln musste. Von der Schlachterei hatte man sich mittlerweile komplett getrennt. Dadurch haben die Tiere bis heute mehr also doppelt so viel Platz als sie es in den Jahren davor in der typischen Putenmast hatten. In den Jahren danach wurden nach und nach noch zwei weitere Verkaufsfahrzeuge gekauft. Da die Kunden von Ullrichs Putenhof sehr gesundheitsbewusst sind, wurde auf selbst angebautes Futter (Weizen, Mais und Soja) umgestellt. Hierzu wurden die, teilweise noch von Herrmann Klemm, vorhandenen Äcker nun sinnvoll in das Gesamtkonzept integriert. Nur Soja wurde noch aus dem Ausland zugekauft.

2005
Der Sohn Matthias Ullrich hatte mittlerweile eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich IT absolviert. Aufgrund der großen Nachfrage nach den Produkten von Ullrichs Putenhof kam er auf die Idee den ersten Onlineshop für Putenfleisch in Deutschland zu eröffnen. Zunächst war die Vorstellung Putenfleisch online zu verkaufen und per Paketpost zu versenden etwas ungewöhnlich, jedoch etablierte sich diese Idee als erfolgreiche dritte Säule im Gesamtkonzept. Seitdem kaufen Kunden aus ganz Deutschland das Putenfleisch von Ullrichs Putenhof.

2011
Nach einer absolvierten Ausbildung von Marina Ullrich zur Jugend- und Heimerzieherinund und einem absolviertem BWL-Studium von Matthias Ullrich mit Schwerpunkt Einkauf & Logistik stiegen beide komplett in das Familienunternehmen Ullrichs Putenhof ein.

2013
Die Familie Ullrich war schon immer umweltbewußt. Daher hat man in einem Pilotprojekt versucht in der sonnenreichsten Region Deutschlands nun auch deutschen Soja anzubauen. Ziel war es Soja ohne Gentechnik anzubauen welches keine langen Transporte aus Übersee benötigte. Das Projekt glückte, so dass seit 2013 nun auch Soja im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb angebaut und verfüttert wird.

2015
Da das alte Shopsystem leider nicht mehr weiterentwickelt wurde, wurde auf ein wesentlich moderneres System umgestellt und auch das Design des Onlineshops wurde neu gestaltet.





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